Vogelkunde und Fotografie-Blog von Leander Khil

Kategorie: Beobachtungen

Austernfischer-Kükenkampf

Am 5. Juli wurde ich Zeuge eines schönen Schauspiels. Vor meinem Wohnzimmerfenster auf der Hamburger Hallig kam abends die Austernfischer-Familie von Nest 7, mit ihren drei 19 Tage alten Küken, aus der Salzwiese unter dem Stacheldraht durchgeschlüpft und begann die Warft, auf der sich auch gerade einige Schafe eingefunden hatten, zu erkunden.
Während ich den Familienausflug beobachtete, gerieten zwei der drei Küken immer wieder aneinander. Üblicherweise sind diese Familienverbände scheu, die Altvögel alarmieren sofort, wenn sich ein Mensch nähert, die Küken suchen dann das Weite und verstecken sich in höherer Vegetation. Ich habe schon öfters versucht, Küken aus dem Fenster zu fotografieren, bin aber nie zu einem guten Resultat gekommen. Als der Streit zwischen den beiden Jungvögeln aber immer handfester wurde, öffnete ich das Fenster und stieg, nachdem sich die Position als suboptimal herausstellte, vorsichtig in den Vorgarten hinaus. Die Altvögel begannen sofort mit Alarmgeschrei und flogen aufgescheucht umher. Die Jungen waren aber so auf ihre Reiberei konzentriert, dass sie mir keine Beachtung schenkten. Das dritte Küken war sofort auf und davon. Ich konnte ungestört den Streit fotografieren, bis die Küken taumelnd wieder weiter Richtung Stacheldraht gerieten und alles Weitere in die hohe Salzwiese verlegten.

Mittelmeermöwen in Graz!

Seit 2008 brütet ein Paar der Mittelmeermöwe (Larus michahellis) in der Grazer Altstadt. Das Weibchen sitzt bereits wieder am Nest und man darf auf weiteren Nachwuchs (2008: 2 Junge; 2009: 3 Junge) hoffen! Vorwiegend brütet diese Art, dem Namen entsprechend, um das Mittelmeer und an Teilen der Schwarzmeer- und Atlantikküste. In Österreich ist sie ein seltener Brutvogel mit sehr wenigen, kleinen, über das Land verstreuten Vorkommen. Das Brutpaar in Graz ist das einzige in der Steiermark.

Nahrung finden die Grazer Möwen entlang der Mur, sie wurden südwärts schon bis Gralla und nach Norden bis Frohnleiten gesehen (Aktionsradius von ~25km). Dass es sich dabei zweifelsfrei um die und nicht um andere, durchziehende Möwen handelt, lässt sich anhand des Fußringes eines der Vögel erkennen. Das Möwen-Männchen ist Italiener: Es wurde 2001 auf einem Hausdach in Triest erbrütet, von Ornithologen beringt und trägt seither einen leichten roten Plastik-Fußring mit der weißen Aufschrift “I6CV” (siehe Fotos). weiterlesen… »

Birdexperience 2010: Optik und Raritäten

Am Sonntag (25.4.) hatte ich die Möglichkeit, den letzten Tag der BirdExperience 2010, der ersten österreichischen “Birdwatching Fair”, im Seewinkel zu besuchen.  Der Besuch des Nationalpark-Infozentrums war besonders aufgrund der zahlreich vertretenen Top-Optik-Ausrüster (Swarovski, Zeiss, Leica, Kowa, Nikon, Canon u.a.) und der sich bietenden Vergleichs-Möglichkeiten, sehr lohnend.

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Isola della Cona/Nordost-Adria 3.-5.4. 2010

Ein mir wenig bekanntes, aber wie sich herausstellte sehr lohnenswertes Ziel, besuchte ich mit meinem Vater über die Osterfeiertage.
Das “Riserva Naturale Foce dell’Isonzo”, die Mündung des Isonzo in die Nordadria, ist von Ostösterreich nur unwesentlich weiter entfernt, oder sogar näher als so manches beliebteres Ziel für Vogelkundler – überzeugt aber durch beeindruckende Details.

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Singvogelreicher Jänner

Wenn das Uni-Semester prüfungsreich dem Ende zu geht, viele Wasserflächen gefroren sind und das ornithologische “Winterloch” hereingebrochen ist, bleibt mir gerade noch Zeit um mich mit den Singvögeln zu beschäftigen, die den schneereichen Winter in den Grazer Gärten überdauern.

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Jahreswende in der Südsteiermark: Zwergscharben und mehr

Während der letzten Tage des vergangenen und der ersten Tage des neuen Jahres  konnte ich einige Male, teils mit Matthias Weißensteiner, die vogelreichen Wasserflächen (besonders) des unteren Murtales besuchen.

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Taigazilpzalp im Seewinkel

Am Sonntag, 8. November 2009, gelang mir mit Andreas Tiefenbach, Klaus Mühlböck und Barbara Helbich die Beobachtung eines Zilpzalps im Seewinkel, der alle relevanten, derzeit beschriebenen Merkmale der sibirischen Unterart tristis (”Taigazilpzalp”) zeigte. weiterlesen… »

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