Birding and Bird Photography Blog by Leander Khil

Tag: Austria

(Wander)falken in Graz

Der zumindest namentlich weithin bekannte und, mit Ausnahme der Antarktis, nahezu weltweit verbreitete Wanderfalke lebt in Österreich vorwiegend in felsigen Mittelgebirgsregionen. Besonders im Winter erscheint die Art aber auch im Hügel- und Flachland. Das Grazer Stadtgebiet besuchen einzelne Individuen immer wieder und vor allem in der kalten Jahreszeit, zumindest 1-2 Vögel verbringen mittlerweile aber auch Teile der Sommermonate in der Stadt (siehe ältere Beiträge).
Der Wanderfalke ist auf die Flugjagd auf Vögel spezialisiert, besonders in Städten bilden Tauben einen Großteil seiner Nahrung.

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Come on. Snow?

In Austria, the winter of 2012/13 has been the one with the least sunshine of all time. After some sunny days during the last two weeks, people were starting to hope again for spring to arrive. There’s no reason to hope. Today, according to ORF, we experienced  one of the coldest spring days in eastern Austria – ever. With new snow, even in the dry, easternmost parts of the country.

I’m currently putting together a review of my winter observations in the top birdwatching-area Neusiedler See – Seewinkel.
For now, you’ll find just some of today’s images of birds in the snow – including some obviously disappointed long-distance migrants which now face a serious problem.

Great Northern Diver

Today I joined the twitch of a Great Northern Diver (Gavia immer) at Neue Donau, Vienna. The bird was reported as an adult yesterday and was still present at noon. It showed very well at 70-100m most of the time, though it sometimes seemed a little restless between the 15+ birders watching from both riversides.
Although sources on ageing of the species (extending beyond the differentiation of juveniles and adults) are limited and captions of photos on the net often seem contradictory, I think that the bird in question could be a subadult, in 3rd or 4th calendar-year. The eye seems too dark for a full adult, which should show a brighter reddish-brown color.
Since 1980, there have been 36 records of Great Northern Diver from Austria (birdlife-afk.at) of which one was at the same location in November 1998 (Ranner, A. 2002: Nachweise seltener und bemerkenswerter Vogelarten in Österreich 1996- 1998. 3. Bericht der Avifaunistischen Kommission von BirdLife Österreich. Egretta 45: 1- 37.)

Ruhiger Winter

Wohl dank der warmen Temperaturen und dem Fehlen von Schnee im Flachland ist es zu verdanken, dass sich der laufende Winter ornithologisch recht unspektakulär gestaltet. Ein paar Aufnahmen sind dennoch dazugekommen.
Interessante Beobachtungen in Graz umfassten den zum zweiten mal überwinternden Wanderfalken, der seit 4.10. nahezu täglich vor meiner Wohnung jagt und zwei Wasseramseln.
An den vielen Wasserflächen im Leibnitzer Feld war der bisherige Winter gerade zu unspektakulär. Keine Seetaucher, keine Meeresenten, keine Zwergscharben und erst mit dem Kälteeinbruch Ende Dezember/Anfang Jänner die ersten nennenswerten Ententrupps entlang der Mur. Am Stausee Gralla hält sich aber seit Mitte Dezember eine diesjährige, wohl wilde Blässgans unter den fütterbaren Haus- und Stockenten auf. Die extreme Zutraulichkeit ließ es zuerst zwar schwer fallen, an die wilde Herkunft des Tiers zu glauben. Die in den ersten Tagen aber nur zögerlichen und unbeholfenen Versuche, das Brot zu fressen, auf das sich das andere Geflügel stürzt, sowie der tadellose Zustand des Gefieders, Flugfähigkeit und das Fehlen eines Rings sprechen aber für einen Wildvogel.

Ebenso in Gralla verweilte einige Tage lang eine fast adulte, beringte Mittelmeermöwe. Mir war das Tier nur fliegend auf kurze Distanz vergönnt, S. Zinko und A. Tiefenbach konnten durch Ablesen des Rings aber bestätigen, dass es sich dabei um den ersten beringten Jungvogel (geschlüpft 2008) des Grazer Brutpaars handelt! Das ist die erste Beobachtung von einem der Jungvögel seit dem Verlassen des Brutplatzes. Der Vogel verschwand gegen Ende Dezember, wer weiß, vielleicht ist er schon die 30km nach Norden geflogen um Teil der Grazer “Kolonie” zu werden. Seine Eltern, die einzigen, in der Steiermark brütenden Möwen, mussten heuer ihren Brutplatz innerhalb der Grazer Innenstadt verlegen, da das ursprünglich genutzte Hausdach durch eine Renovierung “unbewohnbar” wurde.
Am neu gewählten Brutplatz wurde das Nest leider bald zerstört und es kam zu keiner Brut – die Zukunft der Grazer Möwen ist also ungewiss, ich bin gespannt auf die kommende Brutsaison.
Auch diesen Winter treibt sich im Leibnitzer Feld wieder eine Hand voll Moorenten-Verwandter herum. Bis jetzt konnte ich aber erst eine reine Moorente sehen (Tillmitsch 15.12. 1 W), während die Hybriden mit Tafelenten heuer noch auffälliger geworden sind. Das Männchen in Gralla überwintert bereits zum dritten Mal. An den Schottergruben der Schwarzl-Teiche konnte ich am 5.1. mit S. Zinko und M. Weißensteiner sogar drei (2 M, 1 W) solcher Hybriden feststellen.
Weitere Einzelbeobachtungen: 1 ad. Seeadler am 19.12. an der Grenzmur, 1 M Kolbenente am 5.1. an den Schwarzl-Teichen.

Beringte Schwalbenmöwe in Wien!

Lang vor dem Morgengrauen des 14.12. machte ich mich mit Andi Tiefenbach und einer Flasche Kaffee auf nach Wien, wo C. Roland am Vortag eine Schwalbenmöwe (Xema sabini) entdeckt hatte. Es handelt sich dabei um den erst fünften Nachweis dieser vorwiegend im arktischen Nordamerika beheimateten Art in Österreich (Ranner & Khil 2011), wobei der vierte ebenfalls heuer erfolgte und noch nicht von der AFK behandelt wurde.

Der edle Gast übernachtete am 13.12. stilsicher in der Wiener Hauptkläranlage auf der Simmeringer Haide, wo wir ihn bei unserer Ankunft aber erwartungsgemäß nicht auffinden konnten – der Großteil der Möwen war bereits in der Dämmerung vom Schlafplatz abgeflogen. Schwalbenmöwen überwintern auf hoher See im Atlantik und Pazifik, weshalb wir unsere Suche auf die größte Wasserfläche in direkter Nähe, den Strom der Donau, konzentrierten. Kontrollen der wenigen Möwen-Trupps an der Alberner Schotterbank und im Stauraum des Kraftwerks Freudenau waren erfolglos, die Möwen aber in ständiger Bewegung. Gegen Mittag erreichte uns die Meldung von W. Trimmel, der die Möwe an der kurz zuvor kontrollierten Schotterbank flussaufwärts abfliegen gesehen hatte. Fünf Minuten später musterten wir erneut erfolglos die Möwen in Freudenau durch. Wir waren uns aber bewusst, dass der scheinbar sehr mobilen Schwalbenmöwe die geradezu endlose Fließstrecke der Donau zu Verfügung stand und die Chancen sie hier zu finden ungewiss, jedenfalls nicht zu überschätzen waren. Deshalb verließen wir uns darauf, den Vogel später unter den einfliegenden Möwen am Schlafplatz zu entdecken.

Schwalbenmöwe / Sabines Gull | Wien-Simmering, 14.12.2011

Schwalbenmöwe / Sabine's Gull | Wien-Simmering, 14.12.2011

Dort nahmen wir die Suche gegen 15:00 Uhr wieder auf, die Zeichen standen aber schlecht. Die erlaubte Besuchszeit am Gelände der Kläranlage war auf eine Stunde begrenzt, es war aber erst ein winziger Bruchteil der Möwen eingeflogen, jede Sekunde wurden es mehr. Wir nutzten die wertvolle Zeit und checkten die Lachmöwen in den Klärbecken, bis die Ferngläser glühten. Zehn Minuten vor Ablaufen der gewährten Beobachtungszeit waren wir kurz davor, enttäuscht zu resignieren. Ich meinte zu Andi noch, dass es das wohl gewesen war, wir den Vogel unglücklich um ein paar Minuten verpasst hatten. Mein nächster Blick fiel wieder auf die etwa 50 Möwen, die im Klärbecken direkt neben meinem Wagen, etwa 5-10 Meter entfernt schwammen und begeistert in den Fäkalien herumpickten. Da war sie. Mein Puls stieg in Bereiche jenseits von gut und böse und ich war zu einer maximal mittelmäßigen Lage-Beschreibung für Andi fähig, der die Möwe aber glücklicherweise trotz meines Gestammels finden konnte. W. Trimmel und M. Staufer auf der anderen Seite des Beckens wurden verständigt und ein paar Belegfotos (leider unter widrigsten Lichtverhältnissen) angefertigt. Bald erreichte der bewegliche Rechen des Klärbeckens die Stelle und die Möwen flogen auf. Pünktlich als die Stunde um war konnten wir so doch noch zufrieden die “größte Kläranlage Europas” verlassen.
Wie sich am Abend herausstellte, ist der Vogel stahlberingt! Eine Ringablesung einer nearktischen Möwe in Österreich wäre sensationell und man darf sich wohl darauf verlassen, dass die Wiener “ring-reader”-Gemeinde alles daran setzen wird, den Code zu knacken.
Herzlicher Dank gilt an dieser Stelle den Zuständigen der EBSwien Hauptkläranlage, die ein Beobachten am Betriebsgelände ermöglichten!

Die weiteren Beobachtungen dieses Tages umfassten u.a. vier Samtenten im Staubereich des Kraftwerks Freudenau.

Ranner, A. & L. Khil (2011): Nachweise seltener und bemerkenswerter Vogelarten in Österreich 2007-2009. Sechster Bericht der Avifaunistischen Kommission von BirdLife Österreich. Egretta 52: 13-32.

Eine Woche österreichisches Intensiv-Birding

Dank Freizeit und Motorisierung (danke Chri!!) konnte ich die vergangene Woche zu nahezu 100% der Vogelbeobachtung und -fotografie in Österreich widmen.
Am 6.9. drehte ich eine Runde durch das südoststeirische Lafnitztal. An den Schotterteichen Großwilfersdorf sah ich den Rallenreiher, der schon seit mehreren Wochen in dieser Gegend unterwegs ist. Im selben Gebiet fand ich drei juvenile Purpurreiher, eine juvenile Zwergdommel, einen Moorerpel u.a.
An den Königsdorfer Teichen waren drei weitere Moorenten (1,2) und ein Dunkler Wasserläufer zu sehen. In der Hoffnung, vielleicht eine Doppelschnepfe finden zu können, besuchte ich auch das Entlastungsgerinne Heiligenkreuz. Rund 25 Bekassinen waren vielversprechend, die erhoffte Rarität blieb aber leider aus.

Den Beginn der Seltenheiten-Woche machten am 7.9. vier juvenile Mornellregenpfeifer am Hochwechsel (1740m) an der steirisch-niederösterreichischen Grenze, die W. Trimmel dort am 4.9. entdeckt hatte.
Die Begegnung mit dieser wunderbaren Art war, wie Andi es treffend bezeichnete, ein “magic moment”. Die Vögel kamen nahrungssuchend, ganz von selbst auf bis zu 5 m an uns heran und ließen dabei ihre leise flötend-trillernden Kontakrufe hören. In den folgenden Tagen erhöhte sich die Zahl der Mornells am selben Ort auf bis zu 7 Ind.
Weitere Beobachtungen am Hochwechsel umfassten u.a. eine Rohrweihe, die sich mühevoll auf den Grat kämpfte, zwei Wespenbussarde, einen juvenilen Habicht, einen Baumfalken und diverse ziehende Kleinvögel wie Feldlerchen, Braunkehlchen und Hausrotschwänze.

Auf der Heimfahrt vom erfolgreichen Ausflug ins Gebirge entdeckte Andi Tiefenbach in der Entlastungsrinne Heiligenkreuz dann die prognostizierte Doppelschnepfe, die wir uns am nächsten Tag gemeinsam ansahen. Außerdem waren in der teilweise überschwemmten Wiese ca. 30 Bekassinen, ein Tüpfelsumpfhuhn u.a. zu finden.

Doppelschnepfe / Great Snipe
Den Nachmittag verbrachten wir im südburgenländischen Stremtal und erlebten einen hervorragenden Greifvogelzug! Mäusebussarde und Turmfalken zogen massenhaft über das Tal. Höhepunkte waren ein unbestimmer Schrei-/Schell-/Kaiseradler den wir für eine Artbestimmung leider zu kurz und nur schlecht sehen konnten, ein immaturer Seeadler und etwa 10 ziehende Rohrweihen. Die Überraschung des Tages waren mind. 46 Kolkraben, die gemeinsam in den Aufwinden spielten und ganz offenbar im Gebiet ansässig sind. Im Flachland des Südburgenlandes konnte ich in den letzten Jahren, besonders in Wintermonaten zwar vermehrt Kolkraben sehen, diese Zahl überraschte aber!

Rohrweihe / Marsh Harrier
Den 9.9. nutzte ich für eine Runde zu den südsteirischen Teichen und fand eine bereits recht bunte Artenpalette vor (Trauerseeschwalbe, Steinschmätzer, 9 Entenarten, Grünschenkel etc.). Die Überraschung dieses Tages war ein Trupp von 17 Moorenten am Weinburgerteich. Eine für die Steiermark beachtliche Anzahl!
Am Stausee Gralla sind u.a. der männliche Hybrid Moor- x Tafelente (heuer in seinem dritten Jahr) und die “intersexuelle” Stockente (bereits im sechsten Jahr) zurück.

Moorente / Ferruginous Duck Stockente / Mallard

Das Wochenende 10./11.9. wollte ich nutzen, um eine der letzten heimischen Brutvogelarten zu suchen, die ich bis jetzt nicht in Österreich gesehen habe. Ein Ausflug zum Red Bull Dolomitenmann nach Osttirol, an dem mein Bruder als Paragleiter teilnahm, ließ sich hervorragend mit einer Wanderung auf das Figerhorn, von dem ein Vorkommen des Steinhuhns bekannt ist, verbinden. Bei der abendlichen Suche am 10.9. konnte ich in der Geröllhalde westlich des Lucknerhauses immerhin einige, nicht sehr alte Steinhuhn-Losungen finden. Leider war aber auch die Kontrolle in der Morgendämmerung des 11.9. nicht von Erfolg gekrönt und ich konnte kein Steinhuhn hören oder sehen. Interessante Beobachtungen auf dieser Höhe (~2400 m) waren aber allemal zu machen: Ziehende Ringdrosseln, Braunkehlchen, Steinschmätzer, Mehlschwalben, Mäusebussarde und ansässige Gebirgsarten wie Birkhuhn, Schneefink und Steinadler. Bei einer Schutzhütte, fernab jeder baumähnlichen Vegetation, konnte ich eine Waldohreulen-Handschwinge finden. Überraschende Säugetier-Beobachtungen waren u.a. ein Fuchs auf 2700 m und ein Mauswiesel auf 2300 m. Für Informationen und Kontakte danke ich M. Wirtitsch, M. Tiefenbach, C. Roland und insbesondere F. Hafner! Danke auch an Flo und Chaplin für die Berg-Begleitung.

Nach den Anstrengungen der letzten Tage, Schlafmangel inklusive, hätte mir zwar ein Tag Pause gut getan. Ich musste die Chance aber nutzen, zwei Arten zu twitchen (wikipedia: “Twitch, in birdwatching, to pursue and observe a rare bird”), die ich in Österreich bisher nicht beobachten konnte. So machte ich mich wieder um 4 Uhr morgens auf den Weg, diesmal in den Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel. Im ersten Licht am Oberstinkersee konnte ich nach wenigen Minuten den juvenilen Graubruststrandläufer ausmachen, der hier schon seit einigen Tagen anwesend war und die Gesellschaft eines Sandregenpfeifer-Trupps gegenüber den vielen anwesenden Kampfläufern, Alpen- und Zwergstrandläufern und Dunklen Wasserläufern vorzog. Der Tag im Seewinkel brachte zudem schöne Beobachtungen von Teichwasserläufer, Sakerfalke und unter den beeindruckenden Limikolen-Schwärmen Knutt, Steinwälzer, Sanderling u.v.m. Auf der Heimfahrt legte ich einen Stop in Rust am Westufer des Sees ein und beobachtete das am Vortag von G. Wöss u.a. entdeckte, juvenile Odinshühnchen auf der Storchenwiese.

Seggenrohrsänger im Seewinkel

Der Beginn der Oster-Uniferien eignete sich hervorragend, um endlich wieder einmal dem Seewinkel einen Besuch abzustatten. Ein am Samstag entdeckter Seggenrohrsänger Acrocephalus paludicola (P. Hasan u.a.) nahe des Nationalparkzentrums war ein guter Impuls, um 3 Uhr morgens aufzubrechen und den Vogel im ersten Licht zu suchen.
Ich fand ihn kurz nach 7 Uhr, stets von bis zu drei Schilfrohrsängern gejagt, die ihren Anspruch auf den kleinen, vernässten Seggen-Jungschilf-Bereich ebenfalls geltend machen wollten. Nur selten hörte man den Vogel kurz und verhalten singen. Bei einem späteren Besuch am Nachmittag hatten die konkurrierenden Schilfrohrsänger das Feld geräumt und der Seggenrohrsänger setzte sich immer wieder höher ins Schilf und sang andauernder.
Das Zuggeschehen kommt bei vielen Arten erst in Schwung und so konnten wir sonst nicht viel außergewöhnliches finden. Zwei Raubseeschwalben abends an der Langen Lacke und ein einsamer Bergfink im Seebad rundeten den wortwörtlichen Ganztagesausflug (22 Stunden waren wir unterwegs) ab.

Bis in die 1940er Jahre trat der Seggenrohrsänger noch als regelmäßiger Brutvogel in der Verlandungszone des Neusiedler Sees auf (Glutz & Bauer 1991), seit 1980 wurden aber nur noch 12 Nachweise von der Avifaunistischen Kommission anerkannt (siehe birdlife-afk.at > Berichte; Ranner & Khil, unpubl.). Mehr über diese, auf der Roten Liste als “gefährdet” eingestufte Art hier und hier.

Mittelmeermöwen in Graz!

Seit 2008 brütet ein Paar der Mittelmeermöwe (Larus michahellis) in der Grazer Altstadt. Das Weibchen sitzt bereits wieder am Nest und man darf auf weiteren Nachwuchs (2008: 2 Junge; 2009: 3 Junge) hoffen! Vorwiegend brütet diese Art, dem Namen entsprechend, um das Mittelmeer und an Teilen der Schwarzmeer- und Atlantikküste. In Österreich ist sie ein seltener Brutvogel mit sehr wenigen, kleinen, über das Land verstreuten Vorkommen. Das Brutpaar in Graz ist das einzige in der Steiermark.

Nahrung finden die Grazer Möwen entlang der Mur, sie wurden südwärts schon bis Gralla und nach Norden bis Frohnleiten gesehen (Aktionsradius von ~25km). Dass es sich dabei zweifelsfrei um die und nicht um andere, durchziehende Möwen handelt, lässt sich anhand des Fußringes eines der Vögel erkennen. Das Möwen-Männchen ist Italiener: Es wurde 2001 auf einem Hausdach in Triest erbrütet, von Ornithologen beringt und trägt seither einen leichten roten Plastik-Fußring mit der weißen Aufschrift “I6CV” (siehe Fotos). weiterlesen… »

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